Samstag, 31. März 2012

6. Lamezia Therme - Sizilien - Milazzo



30.03.12, Freitag
Lamezia Therme – Sizilien
Nach dem Frühstück nutzen wir die Gunst des Platzes und baden ausgiebig im ideal warmen Wasser. Es kommen immer mal wieder einige Leute, die es sich auch gut gehen lassen wollen. Mir erzählen sie, das hier ist „bellissimo“, ja stimmt kann ich nur sagen.



Leben und leben lassen

Gestern habe ich auf einer Seite im Internet sinngemäß folgendes gelesen: „Lebe dein Leben wenn du lebst.“ Ich glaube, das war einer der ganz großen Griechen, vom Inhalt her auf jeden Fall! Um einige Jahre verjüngt geht es dann weiter Richtung Süden.
Die Fahrt durch den Spann des italienischen Stiefels ist wieder super interessant. Berge, Täler, steil, flacher, zerklüftet und ein jetzt im frühen Frühling grünes, erwachendes und blühendes Land. Wir meinen: viel Obst und Gemüse für Europa kommt von hier unten aus Calabrien.
Die Autobahn wird rekonstruiert und zum Teil völlig neu gebaut, aufwendige Tunnel durch Berge sind im Bau. Ich spreche nicht über nur einen, sondern über wirklich viele Tunnel. Für meine Begriffe werden diese manchmal gebaut, wo so richtig keine Tunnel hingehören. Andererseits kann ich das mit meinem Laienwissen und -empfinden sicher nicht richtig beurteilen.
Plötzlich ist auf der rechten Seite wieder das Mittelmeer da. Weit, ruhig, einige Schiffe sind zu sehen. 
anhalten und das erste Bild von Messina / Sizilien machen

Ist das dort vorne etwa schon Sizilien? Baustellen, 40-er-Zonen auf der Autobahn, ja, hier ist das Ende von Festlandeuropa und dort drüben liegt „Das Land wo die Zitronen blühen“.
Jetzt brauchen wir eine Fähre nach dahin. Erster Hinweis in Villa de .. , wir zum Ticketbüro: 85€ hin und zurück, 50€ nur für hin. Das habe ich anders gehört (56€ für hin und zurück), also weiterfahren. Abfahrt Reggio di Calabria Porto, hier 47€ für nur hin. Was soll´s, zurückfahren? Nein, also in den sauren Apfel beißen, Ticket kaufen und mit der Fähre in mehr als einer Stunde rüber. Schöne Fährüberfahrt. 



Messina, vielgepriesene, wir sehen von dir nur Straßen und versuchen so schnell wie möglich raus zukommen. Wir schaffen es ganz gut. Der Fahrstil der Sizilianer ist nochmal etwas anders als der der „Festlandssüditaliener“. Verkehrsschilder, Tempohinweise und Ampelfarben werden von manchen interpretiert. Wir interpretieren mit und kommen gut durch.
Unser Ziel ist Milazzo, von hier fahren die Fähren zu den Liparischen Inseln. Hier soll es einen Stellplatz geben, die Koordinaten sind eingegeben und wir finden ihn nicht. Wahrscheinlich ist es einfach, es gibt ihn nicht mehr oder er öffnet später im Jahr?
Also eine Übernachtungsplatz suchen, wir finden ihn am Stadtstrand und stellen uns zu zwei schon dort stehenden italienischen WoMo´s.

Vorhin ging meine Internetverbindung noch. Jetzt will mir eine Seite auf italienisch etwas mitteilen. Wahrscheinlich habe ich meine Zeit oder mein Volumen überschritten. Ich hoffe, es ist die heutige Verbindungszeit. Wenn das so ist, dann kann ich unseren Post erst morgen rein stellen. Wenn nicht, dann kostet´s bestimmt Geld. Mal sehen.

31.03.12, Samstag
Milazzo
Ein Ausruhtag hier in Melazzo
Auf der Promenade

Eis essen in Italien ist Pflicht

Direkt neben unserem Stellplatz am Westufer, wir fühlten uns wie in Albanien

Am Vormittag sind wir in die Stadt und haben versucht, das Internetproblem zu lösen. Einen 3-Shop haben wir auch gefunden. Die junge Dame bemüht sich, kann aber nicht helfen. Ich wollte meine Prepaid-Datenkarte umstellen auf einen Monat Flatrate, „damit alles bezahlt“. Das geht nicht, jedenfalls ist mein italienisch nicht so gut, dass sie sicher versteht, was ich will. Und ihr englisch gibt auch keine Sicherheit. Bleibt nur übrig, die Karte aufzuladen, das geht aber nicht bei ihr, sondern im Tabak-Laden. Zwei Läden könne es nicht.
Über Mittag/Nachmittag fahren wir vor ans Cap und wandern dort. Immer schmaler werdende Steilküste, am Ende geht es von geschätzt 80 Meter auf Meereshöhe runter. 

von dort sind wir gekommen


Hier ist das Cap zu Ende

Bitte den Kopf drehen

Unten am Badebecken

unser Weg zurück
Traumhafte Ausblicke, ein paar kreischende Möwen, riesige stachlige Kakteen in der Ferne sehen wir im Dunst die Insel Lipari. Grünen Spargel zeigt uns ein schwäbisches Osterurlauberpaar, ganz unten zum Schluss ein natürliches Badebecken in dem keiner badet, wir auch nicht, da keine Badebekleidung mit. Schade.
Da wir morgen nach Vulkano wollen, müssen wir uns noch genau erkundigen, wann, wo, wie das geht. Also um Fünf nochmal rein in die Stadt, von unserem Stellplatz am Weststrand sind das bis zum Hafen vorbei an den Läden der City rund 1000m, angenehm zu laufen. Trotzdem tun Füße und Rücken nach diesem Tag etwas weh. Nebenbei das Internetproblem gelöst, ohne Probleme in einem Tabak-Laden die Datenkarte aufgeladen. Mal sehen, wie lange die 20€ reichen. Da ich wohl einen kombinierten Zeittarif mit Datenmaximum 3GB habe werde ich mich mit dem surfen zurückhalten und nur E-Mails abrufen, kurz bei Problemen recherchieren und natürlich diesen Blog nach guter Vorbereitung ins Internet stellen. Vorher habe ich den WLAN-Router einfach so angelassen.
Petra verlangt, dass ich schreibe, dass es am Abend empfindlich kalt wurde. Das Thermometer zeigt jetzt um 22.25 Uhr 16°C an.


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