30.03.12, Freitag
Lamezia Therme – Sizilien
Nach dem Frühstück nutzen wir die
Gunst des Platzes und baden ausgiebig im ideal warmen Wasser. Es
kommen immer mal wieder einige Leute, die es sich auch gut gehen
lassen wollen. Mir erzählen sie, das hier ist „bellissimo“, ja
stimmt kann ich nur sagen.
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| Leben und leben lassen |
Gestern habe ich auf einer Seite im
Internet sinngemäß folgendes gelesen: „Lebe dein Leben wenn du
lebst.“ Ich glaube, das war einer der ganz großen Griechen, vom
Inhalt her auf jeden Fall! Um einige Jahre verjüngt geht es dann
weiter Richtung Süden.
Die Fahrt durch den Spann des
italienischen Stiefels ist wieder super interessant. Berge, Täler,
steil, flacher, zerklüftet und ein jetzt im frühen Frühling
grünes, erwachendes und blühendes Land. Wir meinen: viel Obst und
Gemüse für Europa kommt von hier unten aus Calabrien.
Die Autobahn wird rekonstruiert und zum
Teil völlig neu gebaut, aufwendige Tunnel durch Berge sind im Bau.
Ich spreche nicht über nur einen, sondern über wirklich viele
Tunnel. Für meine Begriffe werden diese manchmal gebaut, wo so
richtig keine Tunnel hingehören. Andererseits kann ich das mit
meinem Laienwissen und -empfinden sicher nicht richtig beurteilen.
Plötzlich ist auf der rechten Seite
wieder das Mittelmeer da. Weit, ruhig, einige Schiffe sind zu sehen.
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| anhalten und das erste Bild von Messina / Sizilien machen |
Ist das dort vorne etwa schon Sizilien? Baustellen, 40-er-Zonen auf
der Autobahn, ja, hier ist das Ende von Festlandeuropa und dort
drüben liegt „Das Land wo die Zitronen blühen“.
Jetzt brauchen wir eine Fähre nach
dahin. Erster Hinweis in Villa de .. , wir zum Ticketbüro: 85€ hin
und zurück, 50€ nur für hin. Das habe ich anders gehört (56€
für hin und zurück), also weiterfahren. Abfahrt Reggio di Calabria
Porto, hier 47€ für nur hin. Was soll´s, zurückfahren? Nein,
also in den sauren Apfel beißen, Ticket kaufen und mit der Fähre in
mehr als einer Stunde rüber. Schöne Fährüberfahrt.
Messina, vielgepriesene, wir sehen von
dir nur Straßen und versuchen so schnell wie möglich raus zukommen.
Wir schaffen es ganz gut. Der Fahrstil der Sizilianer ist nochmal
etwas anders als der der „Festlandssüditaliener“.
Verkehrsschilder, Tempohinweise und Ampelfarben werden von manchen
interpretiert. Wir interpretieren mit und kommen gut durch.
Unser Ziel ist Milazzo, von hier fahren
die Fähren zu den Liparischen Inseln. Hier soll es einen Stellplatz
geben, die Koordinaten sind eingegeben und wir finden ihn nicht.
Wahrscheinlich ist es einfach, es gibt ihn nicht mehr oder er öffnet
später im Jahr?
Also eine Übernachtungsplatz suchen,
wir finden ihn am Stadtstrand und stellen uns zu zwei schon dort
stehenden italienischen WoMo´s.
Vorhin ging meine Internetverbindung
noch. Jetzt will mir eine Seite auf italienisch etwas mitteilen.
Wahrscheinlich habe ich meine Zeit oder mein Volumen überschritten.
Ich hoffe, es ist die heutige Verbindungszeit. Wenn das so ist, dann
kann ich unseren Post erst morgen rein stellen. Wenn nicht, dann
kostet´s bestimmt Geld. Mal sehen.
31.03.12, Samstag
Milazzo
Ein Ausruhtag hier in Melazzo
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| Auf der Promenade |
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| Eis essen in Italien ist Pflicht |
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| Direkt neben unserem Stellplatz am Westufer, wir fühlten uns wie in Albanien |
Am Vormittag sind wir in die Stadt und
haben versucht, das Internetproblem zu lösen. Einen 3-Shop haben wir
auch gefunden. Die junge Dame bemüht sich, kann aber nicht helfen.
Ich wollte meine Prepaid-Datenkarte umstellen auf einen Monat
Flatrate, „damit alles bezahlt“. Das geht nicht, jedenfalls ist
mein italienisch nicht so gut, dass sie sicher versteht, was ich
will. Und ihr englisch gibt auch keine Sicherheit. Bleibt nur übrig,
die Karte aufzuladen, das geht aber nicht bei ihr, sondern im
Tabak-Laden. Zwei Läden könne es nicht.
Über Mittag/Nachmittag fahren wir vor
ans Cap und wandern dort. Immer schmaler werdende Steilküste, am
Ende geht es von geschätzt 80 Meter auf Meereshöhe runter.
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| von dort sind wir gekommen |
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| Hier ist das Cap zu Ende |
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| Bitte den Kopf drehen |
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| Unten am Badebecken |
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| unser Weg zurück |
Traumhafte Ausblicke, ein paar kreischende Möwen, riesige stachlige
Kakteen in der Ferne sehen wir im Dunst die Insel Lipari. Grünen
Spargel zeigt uns ein schwäbisches Osterurlauberpaar, ganz unten zum
Schluss ein natürliches Badebecken in dem keiner badet, wir auch
nicht, da keine Badebekleidung mit. Schade.
Da wir morgen nach Vulkano wollen,
müssen wir uns noch genau erkundigen, wann, wo, wie das geht. Also
um Fünf nochmal rein in die Stadt, von unserem Stellplatz am
Weststrand sind das bis zum Hafen vorbei an den Läden der City rund
1000m, angenehm zu laufen. Trotzdem tun Füße und Rücken nach
diesem Tag etwas weh. Nebenbei das Internetproblem gelöst, ohne
Probleme in einem Tabak-Laden die Datenkarte aufgeladen. Mal sehen,
wie lange die 20€ reichen. Da ich wohl einen kombinierten Zeittarif
mit Datenmaximum 3GB habe werde ich mich mit dem surfen zurückhalten
und nur E-Mails abrufen, kurz bei Problemen recherchieren und
natürlich diesen Blog nach guter Vorbereitung ins Internet stellen.
Vorher habe ich den WLAN-Router einfach so angelassen.
Petra verlangt, dass ich schreibe, dass
es am Abend empfindlich kalt wurde. Das Thermometer zeigt jetzt um
22.25 Uhr 16°C an.

















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