Donnerstag, 3. Mai 2012

24. Auf den Ätna


1.05.12, Dienstag, Feiertag

Der Bericht von gestern ist gerade geschrieben, die Niederländer sind abgefahren und ich will den Post hochladen, da teilt mir ein Satz auf dem Bildschirm mit, dass ich erst meine Prepaidkarte aufladen muss.
Mit den Fahrrädern fahren wir zu einem arabisch-normannischen Castel.
Wir werden nachlässig, kein Fotoapparat dabei.

Auf dem Hinweg kommen wir an einem Tabak-Laden vorbei. 20€ aufladen kein Problem. Anschließend zum Castel, mit Fahrstuhl hoch, ansehen, Ausblick genießen, über eine Rosticceria zurück, hier Arancia gegessen – gefüllte Reisbällchen. Zurück auf Stellplatz und den Bericht von gestern hoch geladen. Rest des Tages mit Siesta halten und Italienern beim Abfahren beobachten verbracht.

Es ist erstaunlich: der WoMo-Platz war bis auf den letzten Platz besetzt. Innerhalb von zwei Stunden sind alle, bis auf vier WoMo´s weg. Eins davon sind wir. Eine ungewohnte Ruhe tritt ein. Der Kinder- und Italienerlärm fehlt uns fast ein bisschen.

2.05.12, Mittwoch

Heute fange ich mal von hinten an.

Uns geht’s gut, wir kommen gerade vom Essen im Ristorante. Vorher haben wir in der Nähe von Messina eine Platz für die Nacht gesucht. Immer die Strandstraße lang, wenn es eine gibt, sonst in Ufernähe. Die Straßen sind„saueng“. An einer Stelle kommt der Hinweis „Straßenbauarbeiten“ „Fahrbahneinengung“ Höhe 2,70m Breite 2,30m. Schaffen wir mit unserem Ducato spielend. Denkste! Mit der rechten Seite streife ich die Begrenzungsplanke: zwei schöne Schrammen an der Schiebetür und in der Fläche dahinter. Scheiße! Schuld war natürlich ich, wer sonst. Immer noch Sch.... !!! Ok, was solls, lässt sich reparieren und Körperschaden ist auch keiner entstanden. Trotzdem Sch.... !
Es muss die Stelle sein, an der sich der Schweizer vom letzten Stellplatz ebenfalls seine Schrammen geholt hat.
So, nachdem das da oben geklärt ist, geht’s mir wieder gut,

Heute morgen sind wir relativ ´früh aufgestanden, haben uns reisefertig gemacht, Toilette entsorgen, Wasser auffüllen, Auto von außen ab“wässern“, alles einräumen und eben alles was nötig ist um wieder autark zu sein.

Das Ziel ist natürlich der Ätna. Parkplatz auf über 1900m Höhe anfahren.
Silvestri-Krater
Farbspiele
Krater und Lavafluß
Petra vor Lava und Schnee
Etwas rumlaufen, schauen, erkunden und dann haben wir´s doch gemacht: 121,00€ investiert für die Seilbahn, den Bus weiter nach oben mit Führer. Und es hat sich gelohnt.
Mit der Seilbahn hoch
Die Seilbahn bringt uns auf über 2500m nach oben. Die Unimag-Busse bringen uns weitere 400m durch Schnee- und Lavawüste hoch, so, dass wir bei knapp 3000m unterhalb des Hauptkraters ankommen. Einfach, kann man nicht beschreiben, ….
Durch Schneekanäle
Unser Führer vor dem Unimog
Hinten der Hauptkrater
Krater von 2001
Krater von 2001, hinten Hauptkrater
Unser Weg durch Schnee und Lava
Wasserdampf aus Krater von 2001
Der Ätna liegt genau auf dem Meridian 15°Ost

Wir sind aufgeladen mit Bildern vom „König der Welt“ und überlegen, was nun. Von hier aus nach Francavilla irgendwo in der Nähe der Alcantara-Schlucht wäre gut. Es scheint keinen kurzen Weg dorthin zu geben. Allora, also weiter über die Autobahn nach Messina zur Fähre, nein, wir wollen die letzte Nacht noch hier auf Sizilien verbringen. In Messina-Süd von der Autobahn runter und etwas zurück fahren um einen Platz zu finden. Die Uferbebauung ist unglaublich eng, so dass ein Durchkommen bei Gegenverkehr ein Wunder ist. Wir schaffen des Wunder, aber dann: siehe oben. So, jetzt sind auch wir richtige Sizilianer, unser Auto hat einen Blech-Lack-Schaden.


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