1.05.12, Dienstag, Feiertag
Der Bericht von gestern ist gerade
geschrieben, die Niederländer sind abgefahren und ich will den Post
hochladen, da teilt mir ein Satz auf dem Bildschirm mit, dass ich
erst meine Prepaidkarte aufladen muss.
Mit den Fahrrädern fahren wir zu einem
arabisch-normannischen Castel.
Wir werden nachlässig, kein
Fotoapparat dabei.
Auf dem Hinweg kommen wir an einem
Tabak-Laden vorbei. 20€ aufladen kein Problem. Anschließend zum
Castel, mit Fahrstuhl hoch, ansehen, Ausblick genießen, über eine
Rosticceria zurück, hier Arancia gegessen – gefüllte
Reisbällchen. Zurück auf Stellplatz und den Bericht von gestern
hoch geladen. Rest des Tages mit Siesta halten und Italienern beim
Abfahren beobachten verbracht.
Es ist erstaunlich: der WoMo-Platz war
bis auf den letzten Platz besetzt. Innerhalb von zwei Stunden sind
alle, bis auf vier WoMo´s weg. Eins davon sind wir. Eine ungewohnte
Ruhe tritt ein. Der Kinder- und Italienerlärm fehlt uns fast ein
bisschen.
2.05.12, Mittwoch
Heute fange ich mal von hinten an.
Uns geht’s gut, wir kommen gerade vom
Essen im Ristorante. Vorher haben wir in der Nähe von Messina eine
Platz für die Nacht gesucht. Immer die Strandstraße lang, wenn es
eine gibt, sonst in Ufernähe. Die Straßen sind„saueng“. An
einer Stelle kommt der Hinweis „Straßenbauarbeiten“
„Fahrbahneinengung“ Höhe 2,70m Breite 2,30m. Schaffen wir mit
unserem Ducato spielend. Denkste! Mit der rechten Seite streife ich
die Begrenzungsplanke: zwei schöne Schrammen an der Schiebetür und
in der Fläche dahinter. Scheiße! Schuld war natürlich ich, wer
sonst. Immer noch Sch.... !!! Ok, was solls, lässt sich reparieren
und Körperschaden ist auch keiner entstanden. Trotzdem Sch.... !
Es muss die Stelle sein, an der sich
der Schweizer vom letzten Stellplatz ebenfalls seine Schrammen geholt
hat.
So, nachdem das da oben geklärt ist,
geht’s mir wieder gut,
Heute morgen sind wir relativ ´früh
aufgestanden, haben uns reisefertig gemacht, Toilette entsorgen,
Wasser auffüllen, Auto von außen ab“wässern“, alles einräumen
und eben alles was nötig ist um wieder autark zu sein.
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| Mit der Seilbahn hoch |
Die Seilbahn bringt uns auf über 2500m
nach oben. Die Unimag-Busse bringen uns weitere 400m durch Schnee-
und Lavawüste hoch, so, dass wir bei knapp 3000m unterhalb des
Hauptkraters ankommen. Einfach, kann man nicht beschreiben, ….
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| Durch Schneekanäle |
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| Unser Führer vor dem Unimog |
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| Hinten der Hauptkrater |
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| Krater von 2001 |
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| Krater von 2001, hinten Hauptkrater |
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| Unser Weg durch Schnee und Lava |
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| Wasserdampf aus Krater von 2001 |
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| Der Ätna liegt genau auf dem Meridian 15°Ost |
Wir sind aufgeladen mit Bildern vom
„König der Welt“ und überlegen, was nun. Von hier aus nach
Francavilla irgendwo in der Nähe der Alcantara-Schlucht wäre gut.
Es scheint keinen kurzen Weg dorthin zu geben. Allora, also weiter
über die Autobahn nach Messina zur Fähre, nein, wir wollen die
letzte Nacht noch hier auf Sizilien verbringen. In Messina-Süd von
der Autobahn runter und etwas zurück fahren um einen Platz zu
finden. Die Uferbebauung ist unglaublich eng, so dass ein Durchkommen
bei Gegenverkehr ein Wunder ist. Wir schaffen des Wunder, aber dann:
siehe oben. So, jetzt sind auch wir richtige Sizilianer, unser Auto
hat einen Blech-Lack-Schaden.
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