Samstag, 5. Mai 2012

25. Auf´s Festland, Capo Vaticano, Tropea, Pizzo, Lamezia Terme, Cetaro



3.05.12, Donnerstag

Gut gestanden und gut geschlafen.

Um 10.00 Uhr sind wir am Hafen. Die nächste Fähre geht um 12.30 Uhr. Ticket holen, 50,00€ und 2 ½ Stunden warten. Die eigentliche Überfahrt geht schnell. Weiter rund 30 km auf der Autobahn, dann nach links ab zum Capo Vaticano.

Unser Navi-Dame Klara führt uns durch immer enger werdende Wege. Davon haben wir nun wirklich genug.


Am Friedhof beschließen wir: bis hierher und nicht weiter. Der Friedhof wird natürlich besichtigt. Alles so recht anders als bei uns.

Traumhafte Aussichten auf die Bucht bis zur Straße von Messina, nach Sizilien, zum Ätna. Die Liparischen Inseln liegen vor uns. Zu Beginn unserer Sizilienrundreise haben wir mit den Liparischen Inseln begonnen und jetzt wird es der letzte Eindruck, das letzte Bild von Sizilien sein.

Der Stromboli ist recht nah dran. Hier oben am Leuchtfeuer werden wir stehen und es genießen, wenn die Sonne hinter dem Stromboli im Meer versinkt. Vielleicht sehen wir auch Feuerfontänen am Stromboli.


Die Sonne ist wirklich spektakulär hinter dem Stromboli untergegangen, die Feuerfontänen hat er uns heute nicht gezeigt und die leuchtende Lava sieht man nur vom Nordwesten aus, wir sind hier östlich des Stromboli. Aber trotzdem: Schön, schön, schön!

Morgen früh werde ich hoffentlich früh genug wach um bei Sonnenaufgang klare Fotos vom Stromboli zu machen.

4.5.12, Freitag

Um 6 Uhr raus zum fotografieren. Es ist hell aber der Stromboli liegt immer noch weit weg im Dunst. Schade.
Nachdem wir reisefertig sind geht es nach Tropea.
Santa Maria dell Isola
Hier bummeln wir durch die Altstadt und genießen den Ort. Die Wallfahrtskirche Santa Maria dell Ísola ist leider geschlossen, da dort mächtig renoviert wird.
Für den Seeräuber Willi




Turtufo, eine Eisspezialität, wird gegessen. Anschließend im Meer baden. Entspannung pur, wobei man sich schon fragen muss, wovon sollen wir uns denn entspannen.

Am Ortsrand von Pizzo besuchen wir die Kirche in der Grotte. Da gleichzeitig eine bayerische Reisegruppe hier ist erhalten wir einen kurzen Einblick in die Geschichte dieser einzigartigen Kirche: Im 17. Jahrhundert erlitten an dieser Stelle neapolitanische Seelaute Schiffbruch. In ihrer Not klammerten sie sich an die Planken, beteten und versprachen, im Fall der Rettung eine Kirche für die Madonna zu bauen. Sie wurden gerettet und fingen wenig später damit an, in einer Tuffsteinhöhle einen Altar für die Madonna zu bauen. Seitdem haben Künstler aus der Umgebung die Kirche erweitert und direkt aus dem Stein eine Vielzahl von Engel und Heiligenfiguren geschaffen.



Kirche unter der Figur in der Mitte
Ganze Geschichten werden hier erzählt. Die Friedensnobelpreisträger John F. Kennedy und Papst Johannes Paul der 23ste wurden von einem Amerikaner mit kalabrischen Wurzel als Relief in Auftrag gegeben und vor einigen Jahren ebenfalls aus dem weichen Tuffstein gehauen. Da Tuffstein kein Material für die Ewigkeit ist, zerbröseln die Figuren und sind wohl nicht zu erhalten. Vor den Gewalten der Herbst- und Winterstürme ist diese Höhlenkirche nicht auf ewig zu erhalten.

Weiter auf der Uferstraße entlang bis nach Lamezia Terme. Hier entsorgen wir, der Wasserhahn am Platz ist kaputt. Ein Glück, dass wir immer einige gefüllte Brauchwasserflaschen mithaben. So ist das Spülen der Kassettentoilette kein Problem.

Im Heilwasserbecken an der Straße wird ausgiebig gebadet.

Übernachten am Badebecken.

Der Mobilfunkempfang ist hier oben am Berg ganz schwach, so dass es mit Internet und Blog weiterschreiben nichts wird. Das wird dann morgen passieren.

5.5.12, Sonnabend

Bis zum Mittag im warmen Wasser gebadet. Weiter Richtung Norden, immer die Uferstraße SS 18 entlang. Wunderschöne Aussichten auf das Meer und die Berge. Paola soll eine schöne Stadt sein, aber durch Pilger gerade am Wochenende total überlaufen werden wir von den mitbadenden Männern gewarnt. Ihren Rat beherzigen wir und lassen die Stadt links liegen. Immer weiter am Meer entlang.Von der Autofahrt ausruhen und Kaffee trinken am fast leeren Strand von Marina de Cetaro. Segelboote auf dem Wasser und Sonnenanbeter auf dem Sandstrand sind die richtige Kulisse. 50m hinter uns donnern die Züge vorbei. In Buden am Strand wird fleißig gewerkelt. Die Ferienanlagen hinter uns sind nicht belegt. Es ist wohltuend erholsam.


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