3.05.12, Donnerstag
Gut gestanden und gut geschlafen.
Um 10.00 Uhr sind wir am Hafen. Die
nächste Fähre geht um 12.30 Uhr. Ticket holen, 50,00€ und 2 ½
Stunden warten. Die eigentliche Überfahrt geht schnell. Weiter rund
30 km auf der Autobahn, dann nach links ab zum Capo Vaticano.
Unser Navi-Dame Klara führt uns durch
immer enger werdende Wege. Davon haben wir nun wirklich genug.
Am Friedhof beschließen wir: bis hierher und nicht weiter. Der Friedhof wird natürlich besichtigt. Alles so recht anders als bei uns.
Traumhafte Aussichten auf die Bucht bis
zur Straße von Messina, nach Sizilien, zum Ätna. Die Liparischen
Inseln liegen vor uns. Zu Beginn unserer Sizilienrundreise haben wir
mit den Liparischen Inseln begonnen und jetzt wird es der letzte
Eindruck, das letzte Bild von Sizilien sein.
Der Stromboli ist recht nah dran. Hier
oben am Leuchtfeuer werden wir stehen und es genießen, wenn die
Sonne hinter dem Stromboli im Meer versinkt. Vielleicht sehen wir
auch Feuerfontänen am Stromboli.
Die Sonne ist wirklich spektakulär hinter dem Stromboli untergegangen, die Feuerfontänen hat er uns heute nicht gezeigt und die leuchtende Lava sieht man nur vom Nordwesten aus, wir sind hier östlich des Stromboli. Aber trotzdem: Schön, schön, schön!
Morgen früh werde ich hoffentlich früh
genug wach um bei Sonnenaufgang klare Fotos vom Stromboli zu machen.
4.5.12, Freitag
Um 6 Uhr raus zum fotografieren. Es ist
hell aber der Stromboli liegt immer noch weit weg im Dunst. Schade.
Nachdem wir reisefertig sind geht es
nach Tropea.
Hier bummeln wir durch die Altstadt und genießen den
Ort. Die Wallfahrtskirche Santa Maria dell Ísola ist leider
geschlossen, da dort mächtig renoviert wird.
![]() |
| Santa Maria dell Isola |
![]() |
| Für den Seeräuber Willi |
Turtufo, eine Eisspezialität, wird
gegessen. Anschließend im Meer baden. Entspannung pur, wobei man
sich schon fragen muss, wovon sollen wir uns denn entspannen.
Am Ortsrand von Pizzo besuchen wir die
Kirche in der Grotte. Da gleichzeitig eine bayerische Reisegruppe
hier ist erhalten wir einen kurzen Einblick in die Geschichte dieser
einzigartigen Kirche: Im 17. Jahrhundert erlitten an dieser Stelle
neapolitanische Seelaute Schiffbruch. In ihrer Not klammerten sie
sich an die Planken, beteten und versprachen, im Fall der Rettung
eine Kirche für die Madonna zu bauen. Sie wurden gerettet und fingen
wenig später damit an, in einer Tuffsteinhöhle einen Altar für die
Madonna zu bauen. Seitdem haben Künstler aus der Umgebung die Kirche
erweitert und direkt aus dem Stein eine Vielzahl von Engel und
Heiligenfiguren geschaffen.
Ganze Geschichten werden hier erzählt.
Die Friedensnobelpreisträger John F. Kennedy und Papst Johannes Paul
der 23ste wurden von einem Amerikaner mit kalabrischen Wurzel als
Relief in Auftrag gegeben und vor einigen Jahren ebenfalls aus dem
weichen Tuffstein gehauen. Da Tuffstein kein Material für die
Ewigkeit ist, zerbröseln die Figuren und sind wohl nicht zu
erhalten. Vor den Gewalten der Herbst- und Winterstürme ist diese
Höhlenkirche nicht auf ewig zu erhalten.
![]() |
| Kirche unter der Figur in der Mitte |
Weiter auf der Uferstraße entlang bis
nach Lamezia Terme. Hier entsorgen wir, der Wasserhahn am Platz ist
kaputt. Ein Glück, dass wir immer einige gefüllte
Brauchwasserflaschen mithaben. So ist das Spülen der
Kassettentoilette kein Problem.
Im Heilwasserbecken an der Straße wird
ausgiebig gebadet.
Übernachten am Badebecken.
Der Mobilfunkempfang ist hier oben am
Berg ganz schwach, so dass es mit Internet und Blog weiterschreiben
nichts wird. Das wird dann morgen passieren.
5.5.12, Sonnabend
Bis zum Mittag im warmen Wasser
gebadet. Weiter Richtung Norden, immer die Uferstraße SS 18 entlang.
Wunderschöne Aussichten auf das Meer und die Berge. Paola soll eine
schöne Stadt sein, aber durch Pilger gerade am Wochenende total
überlaufen werden wir von den mitbadenden Männern gewarnt. Ihren
Rat beherzigen wir und lassen die Stadt links liegen. Immer weiter am
Meer entlang.Von der Autofahrt ausruhen und Kaffee trinken am fast
leeren Strand von Marina de Cetaro. Segelboote auf dem Wasser und
Sonnenanbeter auf dem Sandstrand sind die richtige Kulisse. 50m
hinter uns donnern die Züge vorbei. In Buden am Strand wird fleißig
gewerkelt. Die Ferienanlagen hinter uns sind nicht belegt. Es ist
wohltuend erholsam.
















Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen