Samstag, 12. Mai 2012

31. Am Lago Trasimeno




12.05.12, Sonnabend

Ein Tag am Trasimeno – See

Hier am Lago Trasimeno wollen wir einen Tag bleiben. Das Wetter ist schon fast zu gut und morgen soll es Abkühlgewitter geben.

Hinein mit den Rädern in die Altstadt von Castiglione. Es geht sehr steil herauf, aber oben erwartet uns ein sehr hübsches kleines Städtchen. Hier fühlen wir uns sofort wohl. Einkaufen für Geschenke für zu Hause: Wildschweinschinken und Trüffelsalami für unseren Feinschmecker in Hamburg. Wir sind selbst ganz begeistert.



Weiter durch die Stadt mit tollen Ausblicken auf den See. Es soll der viertgrößte in Italien sein.
Hinter uns der Italiener fährt mit seinem Rad um den halben See. Wir bekommen auf diese Weise mit, dass man hier gut mit den Rädern fahren kann. Also ein Viertel um den See, das sind hin und zurück immerhin rund 30 km.

Es geht vorbei an Badestränden, über einen still gelegten Militärflugplatz, vorbei an Vogelbeobachtungsständen. Heide-, Busch- und Waldlandschaft. Es ist schön zu fahren.

Dann denken wir, wir sind im falschen Film: es schneit, allerdings Pappelsamen, alles sieht aus wie verschneit. Und das bei knapp 30°C! Irre.


Dann kommen wir an die Stelle, wo Hannibal, der Karthager, aus dem Hinterhalt die Truppen des römischen Konsuls Gaius Flaminus Nepote im zweiten Punischen Krieg vernichtend schlug.

Es war der 24. Juni 217 vor Christus als Hannibal den Nebel nutzte, um einen tödlichen Angriff aus dem Hinterhalt gegen die römischen Truppen zu entfesseln. Etwa 10 000 Römer wurden dabei getötet, die meisten starben in den Händen der Feinde, einige töteten sich gegenseitig, um nicht zu Gefangenen der Feinde zu werden, andere ertranken im See, Gefangene wurden auch gemacht. Zitat aus der Werbebroschüre.

Zurück und ein weiterer Versuch zu baden. Es reicht nur für eine kalte Dusche in der Badeanstalt. Der Seeuntergrund ist uns zu schlammig und steinig.

Petras „Insektenstichschmerzen“, es sind bösartige Kopfschmerzen, haben nachgelassen, sind aber noch nicht weg.


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