12.05.12, Sonnabend
Ein Tag am Trasimeno – See
Hier am Lago Trasimeno wollen wir einen
Tag bleiben. Das Wetter ist schon fast zu gut und morgen soll es
Abkühlgewitter geben.
Hinein mit den Rädern in die Altstadt
von Castiglione. Es geht sehr steil herauf, aber oben erwartet uns
ein sehr hübsches kleines Städtchen. Hier fühlen wir uns sofort
wohl. Einkaufen für Geschenke für zu Hause: Wildschweinschinken und
Trüffelsalami für unseren Feinschmecker in Hamburg. Wir sind selbst
ganz begeistert.
Weiter durch die Stadt mit tollen Ausblicken auf den See. Es soll der viertgrößte in Italien sein.
Hinter uns der Italiener fährt mit seinem Rad um den halben See. Wir bekommen auf diese Weise mit, dass man hier gut mit den Rädern fahren kann. Also ein Viertel um den See, das sind hin und zurück immerhin rund 30 km.
Es geht vorbei an Badestränden, über
einen still gelegten Militärflugplatz, vorbei an
Vogelbeobachtungsständen. Heide-, Busch- und Waldlandschaft. Es ist
schön zu fahren.
Dann denken wir, wir sind im falschen
Film: es schneit, allerdings Pappelsamen, alles sieht aus wie
verschneit. Und das bei knapp 30°C! Irre.
Dann kommen wir an die Stelle, wo
Hannibal, der Karthager, aus dem Hinterhalt die Truppen des römischen
Konsuls Gaius Flaminus Nepote im zweiten Punischen Krieg vernichtend
schlug.
Es war der 24. Juni 217 vor Christus
als Hannibal den Nebel nutzte, um einen tödlichen Angriff aus dem
Hinterhalt gegen die römischen Truppen zu entfesseln. Etwa 10 000
Römer wurden dabei getötet, die meisten starben in den Händen der
Feinde, einige töteten sich gegenseitig, um nicht zu Gefangenen der
Feinde zu werden, andere ertranken im See, Gefangene wurden auch
gemacht. Zitat aus der Werbebroschüre.
Zurück und ein
weiterer Versuch zu baden. Es reicht nur für eine kalte Dusche in
der Badeanstalt. Der Seeuntergrund ist uns zu schlammig und steinig.
Petras
„Insektenstichschmerzen“, es sind bösartige Kopfschmerzen, haben
nachgelassen, sind aber noch nicht weg.







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