Samstag, 3. November 2012

23. Von Istanbul nach Asien


Mittwoch, 31.10.12
Istanbul nach Asien bis in die Olivenstadt Gemlik
Obwohl uns der Platz unten am Mamara-Meer viel besser gefallen hat sind wir hier oben am Schwarzen Meer geblieben. Heute wollen wir nach Asien über die Brücke fahren, da gibt es keinen Sinn erst am Abend im größten Verkehr in die Stadt zu fahren, um am nächsten Morgen wieder durch den Großstadtverkehr dieselbe Strecke zurück zu fahren.
Abreise, der Platz muss bezahlt werden. Das ist wirklich was für den Mathelehrer.
Der ältere Herr, Platzbesitzer, Patrone oder was weiß ich möchte Euros haben. Ich möchte in Lira bezahlen, er rechnet den Eurokurs in Lira mit Phantasiezahlen um. Ich hole den Bilderrahmen mit den Lirapreisen ins Büro damit wir wissen worüber wir reden. Nach einigen Rechenfehlern kommt er auf den Preis, den ich errechnet habe, 127 TL. Ich gebe 150 TL hin und er gibt mir 20 zurück. Hier fehlt doch etwas, nein nein, das hat mit dem Euro zu tun. Wir rechnen gemeinsam neu und kommen nochmal auf 127 TL. Aha, ich bekomme doch noch was zurück. Er schickt den Jun gen, der hier aufpasst ins Haus zurück, der holt Münzen. Mir wird Geld auf den Tisch gelegt, darunter viele Münzen. Beim Nachzählen fehlt 1 Lira. Die haben versucht mich 10 x zu bescheißen. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht 10x den geduldigen Mathelehrer zu spielen.
Auf nach Asien.
Mit dem Auto noch mal an einen Schwarzmeerstrand kurz vor der Einfahrt zum Bosporus, dann auf der Uferstraße am Bosporus entlang. Das ist wie wenn man im Fernsehen einen Reisebericht sieht. Wir genießen diese Fahrt.
Am Schwarzen Meer - Schiffe warten auf die Einfahrt in den Bosporus

Badestrand

An der Bosporusbrücke wollen wir rüber, wir wissen : hier istt Maut zu zahlen, allerdings wie ist uns unbekannt. Die letzten beiden Male ging es mit Bargeld, jetzt stehen wir in einer Schlange wo kein Mann im Häuschen sitzt. Mit dem Nachbarautoinsassen per Gesten fragen was zu tun ist. Irgendwann nickt er, steigt aus und läuft quer durch die Autos, als wir vorn sind hat er eine Plastikkarte mit der er für uns bezahlt, wir geben ihm 10TL.
Auf der asiatischen Seite ist eine riesige, ordentliche Stadt entstanden. Wir fahren 20 bis 30 km durch gut anzusehende Nebaugebiete. Die Straßen sind breit und wie frisch asphaltiert. Es ist unglaublich, was hier entstanden ist. Bei unseren vorherigen Türkeireisen waren hier abenteuerliche Straßen und relativ ärmliche große Vororte. Jetzt neu, modern und zweckmäßig. Die Türken können sehr sehr stolz sein auf das was sie in den letzten Jahren erreicht haben.
Bosporus, zum Schwarzen Meer hin


Istanbul asiatischer Teil

Alles neu

Konzentration ist nötig bei diesem Verkehr

Weiter zur Fähre, eine halbe Stunde warten, nach weiteren 40 Minuten und 60TL ärmer sind wir auf der Südseite des Marmarameeres.
Es wird Zeit für einen Übernachtungsplatz, in Gemlik, am Eingang der Universität finden wir diesen mit Meerblick und eine quirlige Stadt zum bummeln.
Ich brauche eine SIM-Karte um ins Internet zu kommen. Bei Turkcell und drei netten Damen werden wir fündig. Mit Englisch auf dem Niveau eines Sechstklässlers, einem weißen Blatt Papier und einem Kugelschreiber werden alle Fragen geklärt und die SIM-Karte erstanden.
Gemlik ist bekannt für seine besonders guten dunklen Oliven. Überall Geschäfte mit Olivenprodukten. Wir kaufen natürlich auch.
Gemlik am Hafen, unser Übernachtungsplatz

Gemlik bei Nacht


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