Freitag, 2.11.12
Gastfreundschaft
Bis der Muezzin uns
lautstark wach machte haben wir sehr gut geschlafen.
Nach Manisa, hier treffen
wir Angelika und Bernd wieder. Als wir so vor unserem Wohnmobil
diskutieren kommt eine Frau auf uns zu und bedeutet uns, dass sie uns
einen Kaffee bringen wird. Sie bringt keinen Kaffee, dafür aber ein
Tablett mit vier Gläsern Pfirsichsaft und süßem türkischen Gebäck
(Baklava). Als sie uns glücklich sieht lädt sie uns zu sich in die
Wohnung ein. Sie kann kein deutsch und wir kein türkisch. Wir nehmen
an und werden als weitgereiste Gäste bewirtet. Kaffee, Tee, Ayran,
Wasser, Gebäck, Lahmacun, Salat, Nüsse, Weintrauben ... Hinzu
kommen noch die Schwiegertöchter, zwei Enkelinnen und zum Schluss
der Mann, der vor 40 Jahren in Deutschland als Zimmerer gearbeitet
hatte und der nach fünf Jahren zurück in die Türkei ging.
Zwischendurch wird der Schwiegersohn in Sindelfingen angerufen, der
mit Familie seit über dreißig Jahren in Süddeutschland lebt. Die
Kommunikation klappt über diesen Weg sehr gut.
Es ist gar nicht so einfach
wieder wegzukommen.
Nach einer Hausbesichtigung
(hier ist alles vom Feinsten, sauber und aufgeräumt - kaum zu
glauben) und beschenkt mit getrockneten Oliven, Sultaninen, Kaffee,
Mandarinen und ... verlassen wir nach fast vier Stunden diese
gastfreundliche Familie. Wenn man das nicht selbst erlebt hat glaubt
man es kaum.
Wir sind überwältigt. Der
Schwiegersohn aus Sindelfingen beruhigte uns am Telefon und sagte:
das ist in der Türkei so üblich und bei meiner Schwiegermutter
sowieso.
Petra fragt gerade:
Schreibst du auch, dass wir noch unter dem Schock dieser
Gastfreundschaft stehen?
Wieder mal ein Grund über
uns selbst nachzudenken.
Über die Berge nach Izmir,
hier durch den Großstadtverkehr am Wasser entlang. Kurz vorm dunkel
werden finden wir in einer Bucht unseren Schlafplatz.
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Hallo Dieter,
AntwortenLöschenInteressanter Bericht bisher. Gute Weiterfahrt!
Viele Grüße aus Neustrelitz.
Gerd