Donnerstag, 15.11.12
Assos
Nach dem Morgenbad bringt
uns der Restaurantbesitzer zwei Tee. Anschließend für Petra noch
einen kleinen, von ihm selbst gepflückten, Blumenstrauß und einen
Lorbeerzweig. Nette Geste.
Es ist fast Mittagszeit als
wir loskommen. Die Ausgrabungen von Assos sind unser nächstes Ziel.
Unterwegs tanken, hier haben wir das Gefühl, dass die Tankuhr
eventuell manipuliert gewesen ist. Für die letzten 290 km tanken wir
29 Liter Diesel, das wäre ein Verbrauch von 10 Liter auf 100km. So
wie wir gefahren sind kann das nicht sein. Mit 70 - 80 km/h auf gut
ausgebauten Straßen gefahren, keine Berge, da erwarten wir etwas
über 8 Liter. Aber der Preis war günstig - 3,65 TL pro Liter. Die
Markentankstellen lagen etwa bei 4,10 TL/l.
O.K. weiter nach Assos. Die
D550 ist eine vierspurig ausgebaute Fernstraße, vor Jahren wurden
wir hier mit dem Hänger geblitzt und haben dann an der Grenze
bezahlen müssen. Diesmal waren wir nicht zu schnell. Ab dem Abzweig
nach Assos wurde die Straße einspurig und eng. In Assos fahren wir
erst in den antiken Hafen, der jetzt ein Hoteldorf vom Feinsten ist.
Nach einer Kurzbesichtigung die steile Straße wieder hoch, durch den Ort zum Burgberg. So richtig ausgeschildert ist hier nichts. Trotzdem finden wir den Eingang, löhnen unsere 16TL für uns Beide, jeder 8TL.
Nach einer Kurzbesichtigung die steile Straße wieder hoch, durch den Ort zum Burgberg. So richtig ausgeschildert ist hier nichts. Trotzdem finden wir den Eingang, löhnen unsere 16TL für uns Beide, jeder 8TL.
Assos wurde im 9. Jh. vor
Chr. zum Schutz vor Piraten auf der landeinwärts gelegenen Seite des
238 m aufragenden Berges erbaut. Gut zu erkennen sind die Reste des
Theaters und die Agora. Vom Athenatempel sind einige dorische Säulen
wieder aufgerichtet worden. Von hier oben hat man eine wunderschöne
Aussicht auf das Meer nach Lesbos und in die Ebene im Hinterland. Die
Sonne spiegelt sich im Meer, es ist unendlich friedlich.
Bis zum Dunkelwerden sind es
noch 1 1/2 Stunden, wir müssen uns von dieser Stimmung lösen.
| 3 Schnecken |
Über eine enge, wellige
Straße geht es durchs Hinterland. Das hier ist Weidegebiet für
Ziegen und Schafe. Traktoren mit Hänger auf denen Frauen sitzen, die
aus den Olivenplantagen zurück kommen, werden überholt und kommen
uns entgegen. Es ist eine landwirtschaftlich geprägte Gegend.
Gemüsefelder werden abgeerntet bzw. für die nächsten Aussaaten
vorbereitet. Manche Häuser sind zerfallen, andere in Ordnung. In den
durchfahrenen Orten herrscht geschäftige Betriebsamkeit.
Noch bei Tageslicht finden
wir 10 m vom Ufer entfernt in völliger Einsamkeit unseren Stellplatz
für die Nacht. Morgen früh könnten wir hier baden.
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