Samstag, 17. November 2012

30. Assos


Donnerstag, 15.11.12
Assos
Nach dem Morgenbad bringt uns der Restaurantbesitzer zwei Tee. Anschließend für Petra noch einen kleinen, von ihm selbst gepflückten, Blumenstrauß und einen Lorbeerzweig. Nette Geste.


Es ist fast Mittagszeit als wir loskommen. Die Ausgrabungen von Assos sind unser nächstes Ziel. Unterwegs tanken, hier haben wir das Gefühl, dass die Tankuhr eventuell manipuliert gewesen ist. Für die letzten 290 km tanken wir 29 Liter Diesel, das wäre ein Verbrauch von 10 Liter auf 100km. So wie wir gefahren sind kann das nicht sein. Mit 70 - 80 km/h auf gut ausgebauten Straßen gefahren, keine Berge, da erwarten wir etwas über 8 Liter. Aber der Preis war günstig - 3,65 TL pro Liter. Die Markentankstellen lagen etwa bei 4,10 TL/l.
O.K. weiter nach Assos. Die D550 ist eine vierspurig ausgebaute Fernstraße, vor Jahren wurden wir hier mit dem Hänger geblitzt und haben dann an der Grenze bezahlen müssen. Diesmal waren wir nicht zu schnell. Ab dem Abzweig nach Assos wurde die Straße einspurig und eng. In Assos fahren wir erst in den antiken Hafen, der jetzt ein Hoteldorf vom Feinsten ist.


Nach einer Kurzbesichtigung die steile Straße wieder hoch, durch den Ort zum Burgberg. So richtig ausgeschildert ist hier nichts. Trotzdem finden wir den Eingang, löhnen unsere 16TL für uns Beide, jeder 8TL.
Assos wurde im 9. Jh. vor Chr. zum Schutz vor Piraten auf der landeinwärts gelegenen Seite des 238 m aufragenden Berges erbaut. Gut zu erkennen sind die Reste des Theaters und die Agora. Vom Athenatempel sind einige dorische Säulen wieder aufgerichtet worden. Von hier oben hat man eine wunderschöne Aussicht auf das Meer nach Lesbos und in die Ebene im Hinterland. Die Sonne spiegelt sich im Meer, es ist unendlich friedlich.
Bis zum Dunkelwerden sind es noch 1 1/2 Stunden, wir müssen uns von dieser Stimmung lösen.


3 Schnecken



Über eine enge, wellige Straße geht es durchs Hinterland. Das hier ist Weidegebiet für Ziegen und Schafe. Traktoren mit Hänger auf denen Frauen sitzen, die aus den Olivenplantagen zurück kommen, werden überholt und kommen uns entgegen. Es ist eine landwirtschaftlich geprägte Gegend. Gemüsefelder werden abgeerntet bzw. für die nächsten Aussaaten vorbereitet. Manche Häuser sind zerfallen, andere in Ordnung. In den durchfahrenen Orten herrscht geschäftige Betriebsamkeit.
Noch bei Tageslicht finden wir 10 m vom Ufer entfernt in völliger Einsamkeit unseren Stellplatz für die Nacht. Morgen früh könnten wir hier baden.



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