12.04.12, Donnerstag
Nachtrag:
Unser SOG, die Entlüftung der
Kassettentoilette, schafft es nicht mehr die unangenehmen Gerüche
herauszufiltern. Der Aktivkohlefilter ist erschöpft. Einen neuen
habe ich nirgends bekommen. Dafür aber Aktivkohlegranulat für
Aquarien und Flies für Ablufthauben, so dass ich einen Ersatz
zusammen bastle. Dieser Ersatz funktioniert sogar.
Merke:
Ersatzaktivkohlefilter gehört ins WoMo!
13.04.12, Freitag
Wandern im Zigaro – Nationalpark vom
Südeingang aus
Heute ist wandern angesagt, also festes
Schuhwerk an, Rucksack gepackt, Eintritt ( 3€ pro Person ) bezahlt
und los geht’s.
In der Nacht hat es geregnet und stark
gestürmt. Unser Ducato hat ganz schön gewackelt, es war kurz davor,
dass wir Angst bekommen hätten.
Dieser NP ist aus meiner Sicht nicht
groß: 7 km vom Süd- bis zum Nordeingang, in der Breite noch
schmaler. Links steile Berge bis zu über 900m hoch, rechts unten das
Meer, wir wandern zwischen 50 und 100 Höhenmetern über die Felsen.
Herrliche Ausblicke, majestätisch die karge Bergwand, unten braust
die Brandung, eine kleine paradiesische Badebucht ist zu sehen,
überall blüht es. Die Blüten haben sich der rauhen Witterung
angepasst, sie sind klein und farbenprächtig.
Als wir die ganze Pracht fotografieren
wollen, sagt uns der Fotoapparat, dass die SD-Karte voll ist. Was
bleibt übrig, Karte formatieren. 8 GB einzeln löschen wäre sehr
aufwändig. Alle Fotos sind auf dem Laptop gesichert, bis auf sechs,
die gestern Abend und heute früh gemacht wurden.
Unterwegs fängt es bei starkem Wind an
zu nieseln und dann zu regnen. Jetzt wird es unangenehm. Nach einer
Brotzeit-Pause im Museo della Manna geht’s bei Gegenwind und
Gegenregen zurück über nasse Felsen. Jetzt kommt die Wanderregel
Nr. 1 zur Anwendung: Wer weit kommen will muss langsam gehen. Bloß
nicht ausrutschen!
Als wir zurück sind schließt der
Wettergott seine Schleusen und die Sonne kommt wieder hervor.
Morgen wollen wir vom anderen Ende her
wandern. Deshalb fahren wir nach San Vito Lo Capo. Luftlinie 11km,
Straßenkilometer 45.
Ganze Berge werden hier zerschnitten
und als Marmorblöcke verkauft. Das sieht schon beängstigend aus,
wie der Mensch so in die Natur eingreift.
In San Vito stehen wir an der
Strandpromenade neben drei italienischen WoMo´s, gegenüber
nächtigen in drei Kastenwagen drei junge Zigeuner, Dunkelhäutige,
Wanderarbeiter, Wanderhändler? Sie stellen keine Bedrohung dar, ein
komisches Gefühl Mitgefühl? bleibt.
14.04.12, Sonnabend
Wandern im Zigaro – Nationalpark vom
Nordeingang aus
Am Abend hatten wir schon in der Ferne
den Leuchtturm mit seinem Leuchtfeuer gesehen. Dort in der Nähe ist
die See am meisten aufgewühlt. Das müssen wir uns ansehen. Hier
direkt vorne am San Vito Lo Capo ist ein beeindruckendes Schauspiel
der Naturgewalten zu sehen. Wind, Wasser und Felsriffe treffen
aufeinander, die Wellen türmen sich auf und brechen mit weit
aufschäumenden Gischtfontänen, wir können uns nicht satt sehen.
Fast wirft uns der Wind hier vorn auf den Steinen hin, nur mit Mühe
bleiben wir auf den Beinen. Wir genießen dieses Spiel mit dem Wind.
Dann erinnern wir uns, dass wir noch in
den Nationalpark wandern wollen.
Auf Serpentinen geht es nochmal 11km in
die Berge hinein. Am Ende erwartet uns der NP-Eingang Nord.
Hier ist es nicht so schroff und steil
wie vom Südeingang aus. Kleine Palmen säumen unseren Weg, ebenso
blühender Ginster, Pistazienbäume, Mandelbäume, Rosmarienbüsche,
Weißdorn und jede Menge kleinblühende Pflanzen. Es duftet sehr
intensiv und wir wundern uns, dass Petra bei diesen vielen
Blütenpollen keine Allergie bekommt.
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| Eine Eidechse für Willi |
Es ist wie gestern, eine Landschaft zum
satt sehen. Heute spielt dass Wetter auch mit, es ist gut
durchwachsen, Wolken und Sonne wechseln sich ab, der Wind weht sacht,
manchmal als Fallwind von den Bergen sehr heftig. Auf dem Meer jagt
der Wind die Gischt als Tropfenfeld / Nieselwolke / Nebelwolke über
das Wasser.
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| Der Wolfs-Pass |
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| Palmenblüten |
Hier vor und im Nationalpark treffen
wir viele Deutsche, Österreicher und Schweizer, die nach Sizilien
fliegen und dann das Land mit dem Mietauto erkunden und in den Bergen
wandern.
Wir vermuten, dass unser Propangas bald
zu Ende geht. Mit der Internetapp „LPG-Finder“ wird die nächste
Gastankstelle gesucht. In der Umgebung gibt es vier davon.
Koordinaten eingeben und dann ab nach Trapani zum Gas tanken.
Auf der Fahrt nach Trapani kommen wir
an einer tosenden Bucht vorbei. Hier müssen wir runter und uns das
Spiel von Wasser, Wind und Fels ansehen. Wir sind wieder fasziniert.
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| Wassereruptionen |
Weiter nach Trapani zur Gastanke. Als
der Tankwart uns sieht sagt er, dass er uns die Flaschen nicht
auffüllen wird. Das sei verboten.
Fahrräder vom Träger, Träger
abmontieren, Rücktür öffnen, Flaschenkasten öffnen, ihm die
grünen Flaschen mit dem italienischen Hinweis zeigen ( zugelassen
für Befüllen an Tankstellen ), ändern seine Meinung und er betankt
unsere Propantanks mit 27 Litern für 0,94€ pro Liter.
Es ist Nachmittag und wir brauchen
einen Platz für die Nacht. In Trapani am Hafen gefällt es uns
nicht. Weiter an den Salinen vorbei werden wir bei Birgi Novo fündig
und stehen am Nautic Club für 15€ die Nacht, Strom und Entsorgung
eingeschlossen.
Ein ganz lieber „streunender“ Hund
bewacht uns die ganze Nacht.
15.04.12, Sonntag
Es ist halb Elf durch. Dieser Bericht
ist geschrieben, die in den letzten Tagen gemachten Bilder müssen
noch bearbeitet werden (für den Blog verkleinert werden), dann wird
der Blog ergänzt und dann geht’s weiter Richtung Süden nach
Marsala in die berühmte Weinmetropole.


















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