Donnerstag, 19. April 2012

16. Agrigento, nach Gela zu Freunden von Andreas und Ramona, Plaste-planen-land



noch Mittwoch, 18.04.12
in die andere Richtung zum Capo Rossello ging es auch noch. Hier ist es irgendwie ganz anders als vorhin. 


Die Felsen rötlich, aber doch Einschlüsse von Muscheln und anderem Getier von vor Millionen von Jahren.

19.04.12, Donnerstag
Agrigento, nach Gela zu Freunden von Andreas und Ramona, Plasteplanenland
Nach Frühstück, Entsorgung und Wasser auffüllen fahren wir zu den Ausgrabungsstätten von Agrigento.
Agrigent war einst die schönste der sterblichen Städte sagt/schreibt Pindar, der wohl bedeutendste griechische Lyriker seiner Zeit.
Um 582 gründeten hier griechische Kolonisten den Ort Akargas . Die Herrschaft des Tyrannen Theron (488-472v.Chr.) läutete die Glanzzeit von Akargas ein. Nach der Schlacht von Himera wurde der Bau der Tempel mit den erlangten Reichtümern in Angriff genommen. Eine Zeit großen Wohlstands folgte. Dem raschen Aufstieg folgte ein ebenso rascher wie tiefer Fall. Nach der Niederlage 406 v.Chr. der Griechen gegen die Karthager war die Glanzzeit vorbei. Die Römer, die Araber und die Normannen herrschten anschließend hier in dem jetzt unbedeutenden Ort. Im 20. Jahrhundert nahm Agrident dank des Hafens Porto Empedolce einen Aufschwung. Vorgestern waren wir dort zum Einkaufen.
Atlasfigur

Concordia Tempel

alte Stadtmauer



Zwei Engel

Die Ausgrabungsstätte ist schon sehenswert. Aber griechische, römische Ausgrabungen ähneln sich, so dass wir nicht so begeistert sind, wie wir eigentlich sein müssten. Zuviel haben wir schon auf unserer bisherigen Reise gesehen. Ja, nein es ist schon toll. Hinzu kommt, dass in dieser Anlage die Ruinen abgesperrt sind, was ja auch richtig ist. In den bisherigen Ausgrabungen konnten wir fast ungestört herum klettern. Zu viele Leute waren auch unterwegs, uns kam es zu zivilisiert vor.
Nach Agrigento fahren wir weiter nach Gela. Dort hoffen wir Kathrin und Salvatore bei sich zu Hause anzutreffen. Bei einer Feier in Halle waren sie vor Jahren mit dabei und wir hatten den Auftrag von Ramona und Andreas ihnen Grüße zu überbringen. So weit die Theorie.
Unser Navi nimmt die Adresse nicht an. Also nur Gela eingeben. Funktioniert. Wir fahren nach Gela ins Zentrum hinein, halten am Straßenrand bei einem Gemüsehändler. Petra kauft ein, ich gehe ins Internet – Google Maps – gebe die Adresse ein, vergleiche den Stadtplan mit dem Nokia-Handy-Navi und finde jetzt das Haus. Dem Navi mitteilen: hierhin fahren. Es funktioniert, wir kommen punktgenau an. Klasse!!!!
Jetzt ganz einfach: klingeln. Nach einiger Zeit kommt Emanuela, die Schwester von Salvatore heraus, wir stellen uns vor, unser italienisch und ihr deutsch verstehen sich. Emanuela holt das Handy und ruft Salvatore in Deutschland/Halle an, gibt Petra das Handy und Salvatore reicht es in Halle seiner Frau Kathrin, ist von der Verständigung auch einfacher so.
Ja, Anfang der Woche sind sie zum Besuch nach Halle geflogen und kommen in einer Woche erst wieder zurück nach Sizilien. Schade, so ist halt das Leben.
Trotz des Missgeschicks – eine schöne Erfahrung: fremde Schwester, Vertrauen, Handy, Deutschland, Halle und zurück.
Blöd: kein Foto gemacht!
Es ist inzwischen kurz vor Sechs, wir brauchen einen Stellplatz für die Nacht. Vorher soll es noch ein Bankomat für das Geld sein. Bankomat spricht nur italienisch, lassen wir besser.
Orangen und Brot einkaufen und dann ab an die Küste südöstlich von Gela. Vorher zur Sicherheit Adresse eines Campingplatzes eingeben.
Irgendwo am Strand, wenig Vertrauen erweckend

Kein schöner Stellplatz

Wir fahren rund 40 km durch eine Plastiklandschaft. Hier reifen unter Planen die verschiedensten Gemüse für ganz Europa. Sieht irgendwie nicht besonders gut aus, macht auch ein bisschen Angst. Allora, wir landen im Dunkeln auf dem eingegebenen Agrocamping direkt am Meer. Hier fühlen wir uns sicher.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen