23.04.12, Montag
In der Nacht werden wir wirklich wach.
Die Schiffe fahren aus. Wir schauen von weitem zu. Für Fotos reicht
das Licht nicht aus.
Ausschlafen, in Ruhe frühstücken,
dann zum Einkaufen mit den Rädern in die Stadt. Das zieht sich hin.
Als wir zurück sind haben die
Fischhändler ihren kleinen Markt aufgemacht. Verkauft wird
Kistenweise Fisch. Soviel können wir nicht gebrauchen. Einzelfische
werden nicht verkauft.
Es ist kein Fischmarkt für Touristen
sondern hierher kommen Weiterverkäufer und Gaststätten zum
Einkaufen.
Von einem Weiterverkäufer bekommen wir
dann 1kg kleine Fische, 15 Stück. Schuppen und ausnehmen muss man
selber machen, Petra macht das richtig gut. Ich gebe wertvolle
Ratschläge und bereite den Cobb für´s Braten vor.
24.04.12, Dienstag
Nach dem Frühstück mit den Rädern
zum südlichsten Punkt Siziliens. 7km durch Plastelandschaft, sieht
nicht gut aus, aber ist wohl die günstigste Art Gewächshäuser für
unser Obst und Gemüse, das wir im Winter kaufen können, zu
betreiben.
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| Am südlichsten Punkt Siziliens |
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| Immer wieder beeindruckend - diese Farben |
Der Zugang zum Strand ist fast überall
verbaut. Wir folgen den Hinweisschildern zum Campingplatz, dieser ist
geschlossen, nebenan über ein Grundstück kommen wir doch noch zum
Strand. Hier ist, wo Ionisches und Afrikanisches Meer
zusammentreffen, „Surfers Paradies“. Drei Surfer versuchen sich
mit ihren Brettern. Es ist ein besonderer Ort, der aber überhaupt
nicht bekannt gemacht ist/wird.
Auf dem Rückweg treibt ein Schäfer
seine Herde über die Straße. Wir genießen die Schafherde.
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| Landidylle |
Weiter nach Syracusa / Syrakus.
Einkaufen bei IperSpar, ähnlich wie bei uns Real.
In der Innenstadt, etwa 1km von der
historischen Altstadt entfernt befindet sich unser Stellplatz. 18€
für Parken mit Strom, Dusche, Ver- und Entsorgung und Sicherheit.
Damit unser Camper gerade steht
brauchen wir die Keile. Dazu werden die Räder abgeklappt und die
Expeditionskiste geöffnet. Keile raus unter die Räder gelegt,
aufgefahren. Die Höhe reicht nicht. Neuer Versuch, dazu von den
Keilen wieder runter rollen lassen. Ist nur zu blöd, dass hinter uns
eine Mauer ist und der Fahrradträger immer noch abgeklappt war. Die
Masse des von den Keilen abrollenden Autos, immerhin 2,7 t, wirkt
damit über meinen Fahrradlenker auf die Mauer. Der Mauer schadet das
nicht. Mein Lenker ist gebrochen. Glücklicherweise ist nicht mehr in
Mitleidenschaft gezogen worden.
Es ist zwar abends um sechs, wo bei uns
in Deutschland die Werkstätten zumachen, hier ist das
glücklicherweise anders. Wir finden eine Werkstatt und eine Stunde
später habe ich eine neue Lenkstange. Diese ist nicht so schön
geschwungen wie vorher, sonder eine gerade Stange, aber ich kann
damit fahren und das ist wichtig. Meine Sitzhaltung hat sich extrem
verändert.
25.04.12, Mittwoch
Mit dem Rädern hinein in die
historische Altstadt – Ortigia - von Syrakus. Die grichische
Geschichte Siziliens begann mit der Gründung von Syrakus durch
Siedler aus Korinth 734 vor Christus, also knapp 3000 Jahre vor Petra
und Dieter.
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| Platz des Archimedes, im Hintergrund das Mitmachmuseum |
Der Physiklehrer in mir hatte aber
einen anderen Grund hierher zu kommen. 212 v.Chr. eroberte Rom die
Stadt. Damals war es, dass der berühmte Mathematiker Archimedes
(287-212 v. Chr.) auf tragische Weise ums Leben kam. Archimedes hatte
sich mit der Erfindung von allerlei Kriegsgerät um die Verteidigung
seiner Heimatstadt Syrakus verdient gemacht. Gerade war er bei der
Lösung eines geometrischen Problems, da trat ein römischer Eroberer
auf die Zeichnungen, die Archimedes in den Sand gemalt hatte. „Störet
meine Kreise nicht!“ rief der Wissenschaftler und wurde dafür von
dem rohen Krieger erschlagen.
Ich hatte gehofft, dass hier mehr an
ihn erinnert. Ein Platz trägt seinen Namen, es gibt ein Archimedeum,
ein Mitmachmuseum. Ich musste da natürlich rein, war auch
interessant, nicht sehr groß.
Ansonsten ist Syrakus eine sehenswerte
Stadt. Der Dom atmet Geschichte. Wir sehen innen und von außen
griechische Säulen, die vom vorhergehenden griechischen Tempel
stammen.
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| Domplatz |
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| Die Jugend sonnt sich und badet |
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| Reste des Apollo-Tempels |
Die Stadtplätze sind sehenswert. Die
Straßen und Gassen sind zum Teil sehr schön und zum anderen Teil
morbide und dringend sanierungsbedürftig.
Die Ausgrabungsstätten sparen wir uns,
das griechische Theater gibt es besser in Taormina und da wollen wir
noch hin. Tempel haben wir, so richtig gute, auch schon zur Genüge
gesehen. Also weiter in Richtung Ätna nach Giardini Naxos auf den
Stellplatz, den uns Leute aus Paderborn gestern empfohlen hatten.
Laut Navi waren es 111km, wir brauchten
dafür über 2 ½ Stunden, immer schön durch Kreisel nach Kreisel.
Bis auf die Autobahn war es kaum möglich im 5. Gang zu fahren. Enge
Straßen, Kurven und immer schön bergauf und bergab.
Von weitem sehen wir den Ätna, über
ihm Wolkenformationen. Wir wissen nicht, stammen sie vom Ausbruch von
vor zwei Tagen oder sind das normale Wetterentwicklungen.
Etwa eine halbe Stunde vor Naxos fällt
uns der Staub auf der Straße auf. Schwarzer Staub vom vorgestrigen
Ausbruch ist überall zu sehen.
In Naxos finden wir einen günstigen
Stellplatz und beschließen, hier bleiben wir die nächste Woche.

















Fantastischer Reisebericht, Respeckt, es macht Spaß Euch zu "verfolgen". Jetzt sehen wir erstmal was wir damals alles nicht gesehen hatten. Zum Glück gibt es ja Euch :-)
AntwortenLöschenWeiterhin immer interessante Tage bei bestem Wetter und gute Fahrt wünschen Ramona und Andreas. PS: Am Wochenende sollen es bei uns bis zu 30°C werden.
Haben ein Blogger Konto eröffnet.
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