Donnerstag, 26. April 2012

19. Portopalo - Syrakus - Giardini Naxos



23.04.12, Montag
In der Nacht werden wir wirklich wach. Die Schiffe fahren aus. Wir schauen von weitem zu. Für Fotos reicht das Licht nicht aus.
Ausschlafen, in Ruhe frühstücken, dann zum Einkaufen mit den Rädern in die Stadt. Das zieht sich hin.


Als wir zurück sind haben die Fischhändler ihren kleinen Markt aufgemacht. Verkauft wird Kistenweise Fisch. Soviel können wir nicht gebrauchen. Einzelfische werden nicht verkauft.
Es ist kein Fischmarkt für Touristen sondern hierher kommen Weiterverkäufer und Gaststätten zum Einkaufen.


Von einem Weiterverkäufer bekommen wir dann 1kg kleine Fische, 15 Stück. Schuppen und ausnehmen muss man selber machen, Petra macht das richtig gut. Ich gebe wertvolle Ratschläge und bereite den Cobb für´s Braten vor.

24.04.12, Dienstag
Nach dem Frühstück mit den Rädern zum südlichsten Punkt Siziliens. 7km durch Plastelandschaft, sieht nicht gut aus, aber ist wohl die günstigste Art Gewächshäuser für unser Obst und Gemüse, das wir im Winter kaufen können, zu betreiben.

Am südlichsten Punkt Siziliens

Immer wieder beeindruckend - diese Farben
Der Zugang zum Strand ist fast überall verbaut. Wir folgen den Hinweisschildern zum Campingplatz, dieser ist geschlossen, nebenan über ein Grundstück kommen wir doch noch zum Strand. Hier ist, wo Ionisches und Afrikanisches Meer zusammentreffen, „Surfers Paradies“. Drei Surfer versuchen sich mit ihren Brettern. Es ist ein besonderer Ort, der aber überhaupt nicht bekannt gemacht ist/wird.
Auf dem Rückweg treibt ein Schäfer seine Herde über die Straße. Wir genießen die Schafherde.
Landidylle
Weiter nach Syracusa / Syrakus. Einkaufen bei IperSpar, ähnlich wie bei uns Real.
In der Innenstadt, etwa 1km von der historischen Altstadt entfernt befindet sich unser Stellplatz. 18€ für Parken mit Strom, Dusche, Ver- und Entsorgung und Sicherheit.
Damit unser Camper gerade steht brauchen wir die Keile. Dazu werden die Räder abgeklappt und die Expeditionskiste geöffnet. Keile raus unter die Räder gelegt, aufgefahren. Die Höhe reicht nicht. Neuer Versuch, dazu von den Keilen wieder runter rollen lassen. Ist nur zu blöd, dass hinter uns eine Mauer ist und der Fahrradträger immer noch abgeklappt war. Die Masse des von den Keilen abrollenden Autos, immerhin 2,7 t, wirkt damit über meinen Fahrradlenker auf die Mauer. Der Mauer schadet das nicht. Mein Lenker ist gebrochen. Glücklicherweise ist nicht mehr in Mitleidenschaft gezogen worden.
Es ist zwar abends um sechs, wo bei uns in Deutschland die Werkstätten zumachen, hier ist das glücklicherweise anders. Wir finden eine Werkstatt und eine Stunde später habe ich eine neue Lenkstange. Diese ist nicht so schön geschwungen wie vorher, sonder eine gerade Stange, aber ich kann damit fahren und das ist wichtig. Meine Sitzhaltung hat sich extrem verändert.

25.04.12, Mittwoch
Mit dem Rädern hinein in die historische Altstadt – Ortigia - von Syrakus. Die grichische Geschichte Siziliens begann mit der Gründung von Syrakus durch Siedler aus Korinth 734 vor Christus, also knapp 3000 Jahre vor Petra und Dieter.
Platz des Archimedes, im Hintergrund das Mitmachmuseum
Der Physiklehrer in mir hatte aber einen anderen Grund hierher zu kommen. 212 v.Chr. eroberte Rom die Stadt. Damals war es, dass der berühmte Mathematiker Archimedes (287-212 v. Chr.) auf tragische Weise ums Leben kam. Archimedes hatte sich mit der Erfindung von allerlei Kriegsgerät um die Verteidigung seiner Heimatstadt Syrakus verdient gemacht. Gerade war er bei der Lösung eines geometrischen Problems, da trat ein römischer Eroberer auf die Zeichnungen, die Archimedes in den Sand gemalt hatte. „Störet meine Kreise nicht!“ rief der Wissenschaftler und wurde dafür von dem rohen Krieger erschlagen.
Ich hatte gehofft, dass hier mehr an ihn erinnert. Ein Platz trägt seinen Namen, es gibt ein Archimedeum, ein Mitmachmuseum. Ich musste da natürlich rein, war auch interessant, nicht sehr groß.
Ansonsten ist Syrakus eine sehenswerte Stadt. Der Dom atmet Geschichte. Wir sehen innen und von außen griechische Säulen, die vom vorhergehenden griechischen Tempel stammen.

Domplatz



Die Jugend sonnt sich und badet

Reste des Apollo-Tempels
Die Stadtplätze sind sehenswert. Die Straßen und Gassen sind zum Teil sehr schön und zum anderen Teil morbide und dringend sanierungsbedürftig.
Die Ausgrabungsstätten sparen wir uns, das griechische Theater gibt es besser in Taormina und da wollen wir noch hin. Tempel haben wir, so richtig gute, auch schon zur Genüge gesehen. Also weiter in Richtung Ätna nach Giardini Naxos auf den Stellplatz, den uns Leute aus Paderborn gestern empfohlen hatten.
Laut Navi waren es 111km, wir brauchten dafür über 2 ½ Stunden, immer schön durch Kreisel nach Kreisel. Bis auf die Autobahn war es kaum möglich im 5. Gang zu fahren. Enge Straßen, Kurven und immer schön bergauf und bergab.
Von weitem sehen wir den Ätna, über ihm Wolkenformationen. Wir wissen nicht, stammen sie vom Ausbruch von vor zwei Tagen oder sind das normale Wetterentwicklungen.
Etwa eine halbe Stunde vor Naxos fällt uns der Staub auf der Straße auf. Schwarzer Staub vom vorgestrigen Ausbruch ist überall zu sehen.
In Naxos finden wir einen günstigen Stellplatz und beschließen, hier bleiben wir die nächste Woche.

2 Kommentare:

  1. Fantastischer Reisebericht, Respeckt, es macht Spaß Euch zu "verfolgen". Jetzt sehen wir erstmal was wir damals alles nicht gesehen hatten. Zum Glück gibt es ja Euch :-)
    Weiterhin immer interessante Tage bei bestem Wetter und gute Fahrt wünschen Ramona und Andreas. PS: Am Wochenende sollen es bei uns bis zu 30°C werden.

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  2. Haben ein Blogger Konto eröffnet.

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