Montag, 23. April 2012

18. Noto - Portopolo di Capo Passero



22.04.12, Sonntag
Es ist ein Sonnentag, die Sonne scheint, es ist angenehm warm. Der Stellplatzchef hat uns nochmal eine Tüte Zitronen abgeschnitten und geschenkt. Eine, wie wir finden, schöne Geste.
Unser Stellplatz: genau neben einem Zitronenbaum, wir sind im Land, wo die Zitronen blüh´n und auch reifen.
Mit dem Auto nach Noto. Wir finden diesmal einen perfekten Parkplatz. 200 Meter weiter sind wir in der barocken Innenstadt.
Nach dem schweren Erdbeben von 1693 hier in Südostsizilien sind viele Städte neu und diesmal im ausschmückenden Barockstil wiedererstanden. So auch Noto.
Wir betreten die Innenstadt über einen großen mit dachartigen Bäumen bestandenen Platz. In rund 5 m Höhe sind die Bäume einem strengen Schnitt unterworfen worden und bilden ein dichtes Schatten spendendes Dach. So ähnlich soll es mal auf dem Marktplatz in Neustrelitz aussehen. In Neustrelitz wird das wohl noch einige Jahre dauern.
Die „Dachbaumallee“ geht am Stadttor in die Hauptstraße über. Touristen auf der einen Seite und Andenkenverkäufer und geöffnete Gaststätten auf der anderen Seite schaffen eine angenehme Atmosphäre, wir fühlen uns wohl hier.
Die Attraktionen genau zu beschreiben das ist den einschlägigen Büchern vorbehalten, wir lassen nur die Bilder sprechen.
Stadttor


In einer Kirche - Ich möchte auch ins Fegefeuer, da passiert doch richtig was. Langweilig ist es da bestimmt nicht.

Die Glöcknerin von Noto

Dom mit Freitreppe. Die Kuppel rechts war 1996 bei einem Erdbeben eingestürzt und ist seit 2007 wieder hergestellt.

Stadthaus

Stadtsaal

Die Ränge im Theater

Blick von unserem Platz im Freiluftcaffee.
Beeindruckend der Blick von einer Kirche auf den Dom, die Straße und die Dachlandschaften. Im Stadthaus beeindruckt der wundervolle Stadtsaal und im Innenraum des Theaters fühlen wir uns in einer anderen Welt. Wunderschön, geschaffen wirklich für die schönsten Theaterphantasien. Ein ellipsenartiger Theaterraum mit vier Rängen, die von den Seiten und von Gegenüber auf die Bühne blicken. Wir setzen uns in die Zuschauersessel und genießen dieses wunderbare Ambiente.
Wer das liest, denkt bestimmt, jetzt will er auch noch Dichter werden. Nein, es ist wirklich so schön, dass einem diese Worte einfallen und wir einfach ins Schwärmen kommen.
In einer Bar etwas italienisches essen und dann geht’s ab zum südlichsten Punkt Siziliens. Ist von hier aus nicht weit, 28 Kilometer.
Kaffee trinken am Straßenrand mit Meeresblick, Petra Muscheln suchen und ich spiele Kind und lass meinen Drachen steigen.
Im Hafen von Portopolo di Capo Passero stehen wir ideal.


Die Fischerboote fahren heute Nacht gegen 2.00 Uhr aufs Meer hinaus werden wir „gewarnt“, es lohnt sich durchaus, sich dieses Schauspiel anzusehen, wenn man denn wach ist.
Den vielen Anglern schauen wir über die Schulter und in die Eimer, die fangen hier wirklich was!
Eine junge in Deutschland, Saarbrücken geborene und hier seit zwei Jahren verheiratete Frau spricht uns an und freut sich, mal wieder deutsch zu sprechen. Sie trauert Deutschland nach. Man kann hier zwar auch leben, aber Deutschland ist besser. Arbeit für sie – ein Fremdwort. Aber, eben, die Liebe.
Bei Pizza und Wein des Hauses in der Hafenbar und anschließendem Tatort klingt der Tag aus.

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