Freitag, 12.10.12
Fogarasch, Draculaburg Bran,
Wehrkirche Tartlau und dann durch die dunkle rumänische Nacht
In Fogarasch haben wir gut
am Eingang zur Wasserburg gestanden. Mit bewacht wurden wir von der
Security, die die ganzen Baumaterialien für die Sanierung der Burg
vor flinken Fingern bewahrt.
Weiter nach Schloss Bran,
dem Dracula-schloss. Die Vampiergestalt soll hier öfters zu Gast
gewesen sein. Das Schloss ist wie eine Puppenstube, klein und
verwinkelt, so richtig gut für Draculageschichten. In den zwanziger
Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts hat hier auch die rumänische
Königsfamilie "gelebt".
Kronstadt, Brasov wird nicht
besichtigt, da wir große Städte nicht unbedingt mögen.
Durch die Stadt also durch
nach Prejmer, Tartlau, der östlichsten Wehrkirche Siebenbürgens.
Die Burg wurde mehrfach angegriffen, einmal vollständig eingenommen,
dann jedoch so ausgebaut, dass die Bewohner alle weiteren Angriffe
unbeschadet überstanden haben.
Weiter durch die Berge in
Richtung Schlammvulkane, diese erreichen wir nicht und fahren bei
völliger Dunkelheit durch die unbeleuchteten Straßen des
Karpatenbogens. Unbeleuchtete Pferdekarren und schlecht zu sehende
dunkel gekleidete Personen zwingen zum langsam fahren.
Irgendwann finden wir einen
Pennyparkplatz. Unbeschadet und ohne anderen einen Schaden zugefügt
zu haben, Gott sei Dank!
12.10.2012
Auf dem
weiteren Weg nach Brasov(Kronstadt) liegt etwas abseits der Strecke
die Burg Bran(deutsch: Törzburg). Burg Bran gilt als Heimat des
Grafen Dracula.
Die Burg
hat auf den ersten Blick etwas wie Schloss Schwanstein.
Der
Eintrittspreis in Höhe von 25,00 Ron ist zunächst etwas hoch,
allerdings kann man die gesamte sehr gut erhaltene und restaurierte
Anlage innen und außen besichtigen. Dafür ist der Preis beinahe zu
niedrig.
Nach 2,5 h
haben wir alles gesehen und sind äußerst zufrieden.
Vor uns
liegen nun noch Kronstadt und die größte und östlichste Wehrkirche
Rumäniens.
Durch
Kronstadt geht es nur durch. Quirlige und verkehrsreiche Stadt. Wir
lassen die Stadtbesichtigung ausfallen und fahren direkt nach
Prejmer(Tartlau) etwa 18 km weiter.
Die
Wehrkirche ist in den Ausmaßen viel größer als alle die wir bisher
sahen. Wir haben Glück und die Kirche mit Museum hat noch geöffnet
und Dank der Nachsaison ist das Kassenhäuschen nicht besetzt. In der
Wehrkirche fanden bei Belagerungen des Ortes bis zu 270 Familien
Schutz und konnten sich bis zu 6 Monate auf Grund eingelagerter
Vorräte versorgen.
Wir
besichtigen die Wohnkammern, den inneren Wehrgang und die Kirche.
Da
es noch nicht zu spät ist, wollen wir noch eine weitere Stunde bis
zum Einbruch der Dunkelheit, auf unser nächstes Ziel den
Schlammvulkanen in den Südostkarpaten, fahren. Aber immer, wenn man
sich ein Ziel setzt kommt es ganz anders. Die Dunkelheit kommt und
wir finden keine Möglichkeit zur Übernachtung. Die Gefahr dunkel
gekleidete Rumänen oder unbeleuchtete Pferdefuhrwerke zu übersehen
ist groß. So sind wir froh, dass wir gegen 20:30 Uhr einen Penny
Parkplatz ansteuern können. Kurz noch shoppen und Gute Nacht.





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