Montag, 22. Oktober 2012

10. Draculaburg - letzte Wehrkirche Tartlau


Freitag, 12.10.12
Fogarasch, Draculaburg Bran, Wehrkirche Tartlau und dann durch die dunkle rumänische Nacht
In Fogarasch haben wir gut am Eingang zur Wasserburg gestanden. Mit bewacht wurden wir von der Security, die die ganzen Baumaterialien für die Sanierung der Burg vor flinken Fingern bewahrt.
Weiter nach Schloss Bran, dem Dracula-schloss. Die Vampiergestalt soll hier öfters zu Gast gewesen sein. Das Schloss ist wie eine Puppenstube, klein und verwinkelt, so richtig gut für Draculageschichten. In den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts hat hier auch die rumänische Königsfamilie "gelebt".

Kronstadt, Brasov wird nicht besichtigt, da wir große Städte nicht unbedingt mögen.
Durch die Stadt also durch nach Prejmer, Tartlau, der östlichsten Wehrkirche Siebenbürgens. Die Burg wurde mehrfach angegriffen, einmal vollständig eingenommen, dann jedoch so ausgebaut, dass die Bewohner alle weiteren Angriffe unbeschadet überstanden haben.




Weiter durch die Berge in Richtung Schlammvulkane, diese erreichen wir nicht und fahren bei völliger Dunkelheit durch die unbeleuchteten Straßen des Karpatenbogens. Unbeleuchtete Pferdekarren und schlecht zu sehende dunkel gekleidete Personen zwingen zum langsam fahren.
Irgendwann finden wir einen Pennyparkplatz. Unbeschadet und ohne anderen einen Schaden zugefügt zu haben, Gott sei Dank!
12.10.2012

Auf dem weiteren Weg nach Brasov(Kronstadt) liegt etwas abseits der Strecke die Burg Bran(deutsch: Törzburg). Burg Bran gilt als Heimat des Grafen Dracula.
Die Burg hat auf den ersten Blick etwas wie Schloss Schwanstein.
Der Eintrittspreis in Höhe von 25,00 Ron ist zunächst etwas hoch, allerdings kann man die gesamte sehr gut erhaltene und restaurierte Anlage innen und außen besichtigen. Dafür ist der Preis beinahe zu niedrig.
Nach 2,5 h haben wir alles gesehen und sind äußerst zufrieden.
Vor uns liegen nun noch Kronstadt und die größte und östlichste Wehrkirche Rumäniens.
Durch Kronstadt geht es nur durch. Quirlige und verkehrsreiche Stadt. Wir lassen die Stadtbesichtigung ausfallen und fahren direkt nach Prejmer(Tartlau) etwa 18 km weiter.
Die Wehrkirche ist in den Ausmaßen viel größer als alle die wir bisher sahen. Wir haben Glück und die Kirche mit Museum hat noch geöffnet und Dank der Nachsaison ist das Kassenhäuschen nicht besetzt. In der Wehrkirche fanden bei Belagerungen des Ortes bis zu 270 Familien Schutz und konnten sich bis zu 6 Monate auf Grund eingelagerter Vorräte versorgen.
Wir besichtigen die Wohnkammern, den inneren Wehrgang und die Kirche.
Da es noch nicht zu spät ist, wollen wir noch eine weitere Stunde bis zum Einbruch der Dunkelheit, auf unser nächstes Ziel den Schlammvulkanen in den Südostkarpaten, fahren. Aber immer, wenn man sich ein Ziel setzt kommt es ganz anders. Die Dunkelheit kommt und wir finden keine Möglichkeit zur Übernachtung. Die Gefahr dunkel gekleidete Rumänen oder unbeleuchtete Pferdefuhrwerke zu übersehen ist groß. So sind wir froh, dass wir gegen 20:30 Uhr einen Penny Parkplatz ansteuern können. Kurz noch shoppen und Gute Nacht.

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