Montag, 29. Oktober 2012

19. In die Türkei


Freitag, 26.10.12
In die Türkei
Gegen 11.00 Uhr kopmmen wir in Sozopol los. Angelika und Bernd werden noch in Bulgarien bleiben. Unser bulgarisches Geld ist alle und die Vignette läuft auch ab. Wir treffen uns am Montag in Istanbul auf einem Stellplatz am Mamara-Meer in der Nähe der Innenstadt. Bernd hat diesen Platz von einem Wohnmobilisten, der auf dem Weg zum Überwintern in die Osttürkei war.
Bis Carvo nutzen wir die Küstenstraße, die sich gut fahren lässt. Carevo empfängt uns mit einem gruseligen Blick. Ein riesiger halbfertiger Ferienkomplex mit tollem Meerblick, es dreht uns das Herz um.



Von hier aus bis zur Grenzstadt Malko Tarnovo sind es 54 km über die Berge. Diese Straße ist seit vielen Jahren nicht mehr repariert worden, Frostaufbrüche, Fahrbahnabsackungen, Schlaglöcher vom Feinsten. Teilweise lässt es sich nur im 2. Gang fahren, Geschwindigkeit etwa 20 bis 30 km/h! Die Tankanzeige nähert sich bedrohlich der Nullmarke und das bei bergauf, bergrunter. Endlich sind wir in Malko Tarnovo, in den Tank passen knapp 64 Liter. Bei 750 km seit dem letzten Tanken ist das ein guter Durchschnittsverbrauch.
Weiter zum Grenzübergang, schlecht ausgeschildert. Istanbul ins Navi eingegeben, sie will uns 30 km Richtung Burgas schicken, nein wir glauben ihr nicht und fahren eine Straße, die mit PSKK Malko Tarnovo ausgeschildert ist. Navi-Dame Klara zeit uns weiterhin Richtung Burgas an. Die Straße wird immer schlechter, es kommt uns kein Auto entgegen, so dass wir auf halber Strecke zur Grenze beschließen unserem Navi zu vertrauen. Wenden und Klara folgen. Es geht auf einer bestens ausgebauten Straße in die entgegengesetzte Richtung. Glücklicher Weise hält uns nach 35 km die Grenzpolizei an. Da wo wir herkommen ist der Weg in die Türkei! Eine so gute Straße kann man gern auch 2x fahren, wir genießen diese gute Straße.
Nach Malko Tarnovo geht´s die schlechte Straße bergan und siehe da , die vier Buchstaben bedeuten wohl Grenzübergang. Nach den 54 km miserabler Bergstraße waren wir der Meinung so eine schlechte Straße kann nicht zu einem Grenzübergang an der EU-Außengrenze führen. Denkste!
Oben angekommen wird unsere Vignette von der bulgarischen Seite gescannt und für noch gültig erkannt. Wir dürfen weiter: Passkontrolle Bulgarien. Wir sind jetzt aus der EU raus. Die Kontrolle zur Einreise in die Türkei ist aufwendiger. Wir fahren an´s Ende der Schlange heran. Als die Kontroleure bei uns ankommen ist die erste Frage ob wir denn das Fahrzeug schon angemeldet hätten, nein, ins Gebäude, anmelden, Grüne Karte ist abgelaufen, gegenüber für die Türkei versichern, bezahlen in €, Bankomat um Türkische Lira zu ziehen gibt es hier nicht. Wir haben Euro mit. Zum Auto, ein Blick ins Wohnmobil und schon sind wir nach rund einer Stunde in der Türkei. Eine wunderbar breit ausgebaute Straße empfängt uns, wir schweben bergab und bergauf durch die ?Mittelgebirgslandschaft.
Die Türkei erscheint uns viel aufgeräumter als Rumänien und Bulgarien.
Es ist Freitag Abend, nicht weit ab von der Straße sind Familien mit ihren Autos in den lichten Wäldern und grillen. Da könnten wir uns dazu stellen. Machen wir aber doch nicht.
Es wird dunkel, in Vize finden wir in einer Nebenstraße in der Nähe der Polizei einen Stellplatz für die Nacht.
Abendlicher Stadtbummel, in den Kneipen nur Männer! Beim Tee oder beim Fußball schauen.
Die Türkei gefällt uns.

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